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Megatrend #16: Resilienz und Risikomanagement

Der Begriff der „Resilienz“ kommt aus der Psychologie und beschreibt die Widerstandsfähigkeit von Menschen gegenüber Lebenskrisen. Dieses Konzept wird zunehmend auf andere Bereiche angewendet, beispielsweise in Form der „Klimaresilienz“ auf Städte und Gemeinden.

Immer mehr Unternehmen, Organisationen und Städte und Gemeinden arbeiten mit dem Ansatz als eine Art „defensive Entwicklungsstrategie“. Sie reagieren damit darauf, dass immer mehr zivilisatorische Systeme Anfälligkeiten zeigen, während zuletzt oft die Abhängigkeit von solchen Systemen anstieg.

Zunehmende Risiken

Beispielhaft ist das Stromversorgungssystem zu nennen. Ohne Elektrizität funktionieren nicht nur (Mobil-)Telefone und Fernseher nicht, sondern meist auch Fahrstühle, Heizungen oder die Wasserversorgung. Auch bargeldlose Zahlungen, Kühlung und PCs kommen bei einem Stromausfall zum Erliegen. Zugleich wird durch die zunehmende Einspeisung aus schwankenden erneuerbaren Energiequellen die Steuerung des Stromnetzes schwieriger. Waren im fossilen Energieversorgungssystem ganz selten stabilisierende Eingriffe der Netzbetreiber notwendig, so wird heute mehrmals am Tag händisch eingegriffen, um Über- und Unterversorgung zu vermeiden. Da die Stromversorgung Grundlage von IT- und Kommunikations-Infrastruktur ist, geht ein BlackOut einher mit Einschränkungen in der Kommunikationsfähigkeit einer Gesellschaft, so dass auch andere wichtige Sub-Systeme der Zivilisation betroffen wären.

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Zukunftsstadt Dresden

Seit 1. Juli bin ich im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden unterwegs, um das Projekt "Zukunftsstadt" zu organisieren. Ziel: Eine gemeinsam erarbeitete, ganzheitliche Vision einer nachhaltigen Stadt Dresden für 2030 und danach zu erarbeiten. Angebunden an Oberbürgermeisterbüro und Amt für Wirtschaftsförderung werden Veranstaltungen organisiert, in denen die Dresdner Visionen erdenken und visualisieren. Schwerpunktmonat ist der Oktober. Neben Dresden arbeiten 50 weitere Städte an Visionen, in Sachsen sind dies Leipzig, Mittweida und Weißwasser.

"Zukunftsstadt" ist ein Städtewettbewerb, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufen hat. Er ist Teil der strategischen Forschungs- und Innovationsagenda zur Stadt der Zukunft.

Mehr Informationen:

1. deutschsprachige Transition-Konferenz, 19.-21.11.2010, Hannover

Die Idee der "Transition Town" ist die Vorstellung eines Übergangs: Des Übergangs einer Kommune vom Zeitalter der billigen Energie ins postfossile Zeitalter. Für die meisten Menschen ist dies bislang unwichtig, doch für eine wachsende Gemeinde von Menschen spielt eine Kernfrage unserer Zukunft eine immer entscheidendere Rolle:

Wie wollen wir leben, wenn das Öl knapp wird?

Peak Oil ist die Triebkraft hinter dieser Frage. Wer sich mit dem Höhepunkt der globalen Erdölförderung befasst ahnt, dass unsere heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen vor einem intensiven Wandel stehen. Selten kommt diese Voraussicht in den etablierten Strukturen und Institutionen an (wie jüngst in Form der Bundeswehr-Studie). Die Idee der Transition Town aktiviert deshalb in erster Linie die Bürger. Die Bewohner der Städte und Gemeinden. Also uns. Denn der Weg ins Zeitalter nach dem Öl wird nicht möglich sein, wenn er nicht in jedem Haus, in jeder Straße und in jeder Stadt begonnen wird. Denn dort sind die Orte, an denen heute noch Erdöl seine große Rolle spielt.

Die nächste Phase für die Transition-Bewegung im deutschsprachigen Raum beginnt Ende November. Dann wird es in Hannover die erste deutschsprachige Transition-Konferenz geben. Sie findet parallel zu einer Konferenz in Schottland und einer in Brasilien statt. In Hannover wird die Transition-Idee erstmals durch eine große vernetzende Veranstaltung überregional im deutschsprachigen Raum verankert werden.

Interessant dürfte die Zusammenkunft nicht nur für Bürger sein, die die Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Sie dürfte gerade für Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter interessant sein, die wissen wollen, mit welcher Kraft in den kommenden Jahren in ihrer Gemeinde zu rechnen ist und: Mit welchen Ideen und Aktivitäten sich die Bürger aktiv in kommunale Prozesse einbinden lassen. Die Gestaltung der Kommunen angesichts Peak Oil wird eine der großen Zukunftsaufgaben und die erste deutschsprachige Transition-Konferenz dürfte die Auftaktveranstaltung sein, die die Bewegung überregional wahrnehmbar macht.

Kampf gegen die Verödung der Dörfer

Das Deutschlandradio Kultur hat sich in einer Sendung mit der Entwicklung der ländlichen Regionen befasst. Die Abwanderung ist in vielen Dörfern enorm, so daß in Frage steht, ob jeder Ort "zu halten ist".

Das erinnert auch ein wenig an die Transition-Bewegung.