Zum Textbeginn springen . Zur Navigation springen .

a 22 abwanderung alternative money anders wirtschaften arbeitsplatz autonomie baskenland bayern Berchtesgadener Land bgr bonn buch bundeswehr Bürokratie chiemgauer Coinstatt complementary currency crash d-mark Demografie diplomarbeit DVD Elbtaler Erneuerbare Energien etcs euro Europa Europa der Regionen Europawoche export Expressgeld Fairventure Finanzkrise Franz Galler freie wähler ga-förderung Geldkongress genossenschaft genussregion oberfranken gesundheit Griechenland gründerwettbewerb Grüne Gwinner Hallertauer hannover homepage homöopathie horst köhler Hoyerswerda Humane Wirtschaft Hörender Fußmarsch iba iea internetseite interview katalonien Kirchentag kochtüte kommunen Komplementärwährung konferenz köln köthen landtag lausitz lausitzer leibnitz-institut leipzig lets ländlicher raum mecklenburg Mehr Demokratie mikrokredit münchen nachhaltige regionalentwicklung Nationalstaaten Netzwerk new money niko paech oya Peak Oil perspektiven für eine zukunftsfähige region positionspapier postwachstumsökonomie Pressemitteilung regiocard regiogeld Regiogeld-Verband region Regionalatlas regional currency regionalentwicklung regionale Wertschöpfung regionale wirtschaftskreisläufe Regionalisierung Regionalmarke regionalvermarktung regios resilienz rheinland rückkehrer-party sachsen schrumpfung selbstversorgung slideshare spanien spritpreis stadtentwicklung Sterntaler studie Städte Thüringen Transition Transition Konferenz transition town umbau unabhängigkeit Veranstaltung video Viersen vimeo vorlesungsreihe vortrag Waldviertler weiterbildung weltverkehrsforum Werkbund werkzeuge Wirtschaftsförderung Wirtschaftskrise währungssystem youtube zertifikatskurs Zschopautaler zukunftsfähige region ölpreis

“Expressgeld” für Griechenland?

Nachdem bereits im Herbst Ideen diskutiert wurden, dass Griechenland statt eines unbedingten Festhaltens am Euro oder der "Rückkehr zur Drachme" auch ein Parallelgeld zusätzlich zum Euro einführen könnte, bekommt diese Idee nun nochmal neuen Schub. Christian Gelleri, Initiator des Chiemgauers, und Thomas Mayer legen nun ein Konzept vor, wie ein "Expressgeld" sich stimulierend auf die lokalen Ökonomien der südeuropäischen Länder auswirken könnte:

Expressgeld statt Euro-Austritt heißt der Text und ist auf Eurorettung.org auch in englisch, französisch und portugiesisch zu finden, griechisch ist in Vorbereitung.

Das griechische Fernsehen wird dem Chiemgauer wohl eine Dokumentation widmen, da der Regiogeld-Ansatz dem krisengeschüttelte Land sicherlich Hilfe oder zumindest Impuls sein kann.

Regiogeld Lausitzer stellt sich in Hoyerswerda vor

Für Donnerstag, 26.01.2012 ab 18.30 Uhr lädt der Lausitzer-Verein in Zusammenarbeit mit der  Freien Wählervereinigung StadtZukunft Hoyerswerda zur Bürgerversammlung ins Allee Restaurant Hoyerswerda ein. Sie werden über das Lausitzer Regionalgeld informieren und erstmals auch die neue Internetplattform www.Lausitzer.biz vorstellen. Die Vorträge von Norbert Rost und Thomas Hempel beginnen ab 19.00 Uhr. Es geht um die Idee des Regionalgeldes und die konkrete Umsetzung des Lausitzers. Anschließend ist Gelegenheit zum Gespräch und zum Knüpfen neuer Lausitzer-Kontakte.

Weitere Informationen im Internet:
www.lausitzer.net
www.fw-stadtzukunft.de

Regiogeld Lausitzer startet am 10. September

Auf dem diesjährigen Herbstmarkt in Wartha wird man seine regionale Bratwurst nicht nur in Euro bezahlen können, sondern auch mit "Lausitzer".

Das Regionalgeld für die Lausitz geht am Samstag, den 10. September 2011 zum ersten Mal in den Umlauf.

"Mit dem Lausitzer wollen wir in Zeiten globaler Finanzkrisen eine Möglichkeit schaffen, regionale Wirtschaftskreisläufe anzukurbeln sowie kleine und mittelständische Unternehmen in der Region stärken" sagt Harald Twupack, Vorsitzender des Lausitzer – Verein für regionale Wirtschaftsentwicklung. Gezahlt wird auf dem Herbstmarkt mit 1er, 3er, 5er oder 30er-Scheinen, die man an den Kassen des Vereins erwerben kann. Wer mit "Lausitzer" einkauft, gibt damit das Signal weiter, dass auch der Unternehmer möglichst in der Region einkaufen soll. "Im gegenseitigen Geben und Nehmen soll das Geld in der Region bleiben", so Twupack. Hinter dem Regionalgeld steckt auch die Idee, dass mit dem Geld auch Arbeitsplätze und Menschen in der Lausitz, in ihrer Heimat bleiben.

Wer weiter denkt, kauft näher ein!

Regionalisierung ist Trend und der Lausitzer soll helfen, die Lausitz voranzubringen. Parallel zum Papiergeld, welches Bürger, Händler und Interessierte bei den teilnehmenden Unternehmen gegen Euro eintauschen können, wird der Verein auch ein Onlinesystem bereitstellen, mit dem Unternehmen untereinander Lieferungen und Leistungen verrechnen können. Ein Internetatlas wird zeigen, wo man in der Region mit Lausitzern zahlen kann und welche Unternehmen sich besonders für die Region einsetzen.

Auf dem Herbstmarkt in Wartha soll der Spaß an der Sache im Vordergrund stehen:
Wer die neuen Scheine mal persönlich in die Hand nehmen will oder schon immer einmal mit "Selbstgemachten" einkaufen gehen wollte, der wird in Wartha auf seine Kosten kommen, denn alle Händler des Marktes akzeptieren Lausitzer 1:1 zum Euro. Darüber hinaus laden die Vereinsmitglieder ein, mit ihnen über Fragen zum Lausitzer, zum schwächelnden Finanzsystem oder zur Zukunft der Region ins Gespräch zu kommen.

Der Lausitzer - Verein für regionale Wirtschaftsentwicklung e.V. wurde im September 2009 in Görlitz gegründet. Er verfolgt das Ziel, mit einem regionalen Geld die Wirtschaft in der Lausitz voranzubringen.
Der Herbstmarkt Wartha wird vom UNESCO-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ veranstaltet.

Mehr Informationen: www.lausitzer.net

DVD: Regiogeld und Genossenschaftsgedanke

Am 27. September 2010 war Franz Galler zu Gast in Dresden: Der gelernte Bankkaufmann war eingeladen, über seine Sicht auf die Finanzkrise und das Projekt zu sprechen, welches er im Berchtesgadener Land vorantreibt: Das Regiogeld Sterntaler und die dahinterstehende Sozialgenossenschaft RegioSTAR eG.

Der Vortrag wurde aufgezeichnet und ist jetzt auf DVD erhältlich. Darin schildert Franz Galler seinen Weg vom Bankmitarbeiter zum Regionalentwickler, er beschreibt, wo er die Ursachen der Wirtschaftskrise sieht und wie er versucht, den künftigen Entwicklungen in seiner Region vorzubeugen. Der Titel der DVD sagt, wo er die künftigen Schwerpunkte sieht: Regiogeld und Genossenschaftsgedanke.

Der Vortrag wurde von Volkmar Kreiss in Leipzig aufgenommen und bearbeitet, als Bonus trägt die DVD eine Diashow "Zu Besuch beim Sterntaler" sowie den Vortrag "Diese Welt braucht neues Geld", den ich Ende 2010 in Altenburg gehalten habe.

Mit dem Kauf der DVD unterstützen Sie unsere Arbeit.

Regiogeld in OYA, auf dem Kirchentag und bei Twitter, Transition Training in Dresden

Die Zeitschrift OYA ist nun mit Ausgabe 8 am Markt und diese hat den Schwerpunkt neues Geld - vor allem Regiogeld. Angesprochen werden nicht nur die grundlegenden Zusammenhänge des regionalen Geldes, es kommen insbesondere wichtige Akteure mit ihren Erfahrungen zu Wort, darunter Franz Galler von der RegioSTAR eG, Uwe Kellermann von der Potsdamer Havelblüte und Freimut Hennies und Dieter Petschow von der "Augusta", die sich grade eine Auszeit gönnt. Warum, erzählen die beiden im OYA-Interview. Ich habe ebenfalls einen Artikel beigesteuert und finde: Es ist ein gelungenes Heft um einen Überblick über Sinn, Hinter- und Beweggründe der Regiogeld-Macher zu bekommen. Jetzt am Kiosk oder als Abo oder Probeheft auf www.oya-online.de

Der Regiogeld-Verband, notorisch überlasteter Interessenvertreter der einzelnen Initiativen, versucht sich jetzt am Twittern. Die aktuellen Infos lauten unter anderem, dass man auf dem Bürgermeistertag in Dresden das Thema in die Kommunalpolitik trägt: http://twitter.com/regionetzwerk

Wer das Thema Auge-in-Auge diskutieren will ist herzlich willkommen, sich am ersten Juni-Wochenende in Dresden einzufinden. Auf dem Kirchentag wird es nicht nur einen Stand des Verbandes und der lokalen Elbtaler- und Zschopautaler-Initiativen geben, auch die Zeitschrift Humane Wirtschaft wird dort sein. In der jüngsten Ausgabe der Zeitung findet sich unter anderem auch ein Peak-Oil-Artikel, die Redaktion versucht ihr Medium neuen Themen wie diesem zu öffnen.

Noch freie Plätze gibt es auf dem 1. Transition Training in Ostdeutschland, welches am 21./22. Mai in Dresden stattfindet. Die "Transition Town"-Bewegung ist sehr stark durch Peak Oil inspiriert und motiviert, die jeweils eigene Kommune "krisenfester" zu gestalten. Die Transition Trainings, von denen es bislang etwa ein Dutzend im deutschsprachigen Raum gab, sollen die Teilnehmer befähigen, den Ansatz in die eigene Kommune zu tragen und dort zu etablieren. Mehr Infos: www.stadt-im-wandel.net

Regiogeld-Presseschau, Januar 2011

Zu Beginn des Jahres ein paar kurze Presse-Einblicke in die Entwicklung der Regiogeld-Szenerie:

Hinweisen möchte ich erneut auf den Zertifikatskurs "Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume", in dem das Thema Regiogeld eine wichtige Rolle spielen wird.

Neue Währungen zur Stabilisierung des Euro

"Der EURO ist tot, es lebe die D-Mark" klingt es inzwischen öfter aus den Gazetten und Diskussionsforen. Hintergrund ist die Finanzkrise, die sich zunehmend zu einer Währungskrise ausweitet. Diese Entwicklung ist systembedingt, sie muss also so kommen.

Die Frage, wie man mit der Krise der Währungen umgeht ist jedoch alles andere als trivial. Die Idee, man führe die D-Mark wieder ein und löse den Euro-Verbund auf und alles wird wieder gut ist allerdings eine Milchmädchenrechnung. Die Exportwirtschaft im deutschen Raum würde solch einen Schritt mit plötzlichem Absatzeinbruch bezahlen, da die Aufwertung dieser neuen/alten Mark ebenso plötzlich käme. Dem Währungsbruch würde also der Bruch in den Wirtschaftsstrukturen folgen: Schnell und hart.

Auch andere Entwicklungs-Optionen, wie sie beispielsweise in einer Handelsblatt-Kolumne benannt werden, zeigen, dass ein kippendes Euro-System grundlegende Probleme hervorrufen würde.

mehrschichtiges Währungssystem
Einzig konstruktives Ventil, welches sich für den Druck in den alten Währungen finden ließe, wäre die Etablierung paralleler Währungsstrukturen. Wenn in der heutigen Debatte von der Einführung neuer/alter Währungen die Rede ist, wird stillschweigend immer ein Währungsmonopol vorausgesetzt. Obwohl Monopole in den Wirtschaftswissenschaften als grundlegend kritisch angesehen werden, werden nur selten strukturelle wirtschaftliche Probleme darauf zurückgeführt, dass das "Betriebssystem" des Wirtschaftssystems, nämlich das Geldsystem, monopolisiert ist. Mit der Etablierung eines mehrschichtigen Währungssystems ließen sich verschiedene heutige Probleme lösen:

  • parallel zur Stabilisierungspolitik im Euro-System können bereits neue Währungen genutzt werden, die nach anderen Systemarchitekturen konstruiert sein können, um alte Fehler zu vermeiden
  • sollte es tatsächlich zu einem Bruch des Euro kommen, existieren dann bereits Währungssysteme, die nutzbar sind
  • die durch die neuen Währungen geformten Unternehmensnetzwerke sind bei einem tatsächlichen Bruch der Gemeinschaftswährung weniger gefährdet, da sie ihre Geschäfte zusätzlich auf Basis einer parallelen Währung durchführen und sich durch die neuen Zahlungssysteme neue Verbindungen und Vernetzungen herauskristallisiert haben
  • die Versorgung der Bevölkerung durch die Unternehmensnetze kann problemloser aufrechterhalten werden

Vor der Einführung des Euro als Bargeld existierte von 1979 bis 1998 der ECU quasi als paralleles Verrechnungssystem zu den existierenden nationalen Währungen. Die jetzige Monokultivierung des europäischen Währungsraumes würde im nächsten Schritt also durch eine Vielfalt an Währungen weiterentwickelt werden. Ausgehend vom dem Gedanken eines "Europa der Regionen", wie es Kerngedanke der Europäischen Union ist, wäre eine Orientierung der neuen Währungsräume an regionalen Strukturen sinnvoll - die bereits existierenden Regiogelder versuchen seit Jahren auf ehrenamtlichem Niveau diese Entwicklung vorwegzunehmen. Die regionale Ausrichtung hat zudem den Vorteil, dass der Selbstversorgungsgrad der Regionen auf Basis kurzer Transportwege gestärkt und damit anderen absehbaren Entwicklungen wie Peak Oil vorgegriffen werden kann.

Angesichts der sich zuspitzenden Entwicklung in den monopolartigen Währungssystemen des Industriezeitalters ist eine vorausschauende Modernisierung des Währungs- und Finanzsystems dringend geboten, damit nicht plötzlich eintretende Ereignisse die Wirtschaftsstrukturen fundamental erschüttern und die Versorgung der Bevölkerung gefährden.

Auf dem Weg zur Post-Oil-City

"Es ist schön, diese Folie mal nicht erklären zu müssen" lacht Niko Paech ins Publikum. Die erste deutschsprachige Transition-Konferenz in Hannover war für den Wirtschaftsprofessor aus Oldenburg ein Heimspiel. Peak Oil, das globale Ölfördermaximum, ist unter den ca. 150 Besuchern ein bekanntes Phänomen, darüber muss er keine Worte verlieren. Wie aber die Idee der "Transition Towns" zu seinem Konzept einer "Postwachstumsökonomie" passt, war auch für die meisten Zuhörer neu.

Postwachstumsökonomie, Peak Oil, Transition Town - kennen die denn keine deutschen Worte mehr? Auch dazu gab es einen Workshop auf der Konferenz, die parallel zu zwei Konferenzen in Schottland und Brasilien stattfand. Was hier passiert sind die ersten überregionalen Treffen einer Bewegung, deren Kernanliegen das Lokale ist. Die großen Probleme des Planeten, sei es Klimawandel, Armut oder eben Ölknappheit, müssen wir vor unserer Haustür lösen - am besten, indem wir unsere eigenen Kommunen, in denen wir leben und in denen wir Einfluss haben, auf die kommenden Entwicklungen vorbereiten. Städte in den Übergang in das Zeitalter nach dem Öl zu führen ist das Hauptanliegen der "Transitioners". Dass sich aus der Zusammenarbeit vieler lokaler Initiativen auch eine globale Veränderung formen kann, war den Besuchern der Konferenz sicherlich klar, aber ihr Fokus ist lokal.

Entsprechend waren die Themen besetzt, bei denen es nicht um die Veränderung der globalen Energieversorgung ging, sondern um den Bau von Solarkochern, nicht um die Neugestaltung des globalen Finanzsystems, sondern um den Aufbau regionaler Währungen, nicht um die grüne Revolution, sondern um den Aufbau von städtischen Permakulturgärten.

Die Idee der "Transiton Town", die eigene Heimatstadt zu einer Wandelstadt zu machen, kommt damit als eine Art Dach daher. Ein Dach, unter dem sich eine Vielzahl von Projekten, die bereits in vielen Orten existieren, zusammenfinden können. Die eine attraktive Zielstellung anbietet: Die Verwandlung der eigenen Kommune in einen noch lebenswerteren Ort.

Die Transition-Bewegung wird deshalb auch nach der Konferenz in Hannover für viele Strömungen interessant sein, die das Leitbild "global denken, lokal handeln" verfolgen. Für Kommunen offenbart sich hier ein Ansatz, mit dem Bürger in die kommunale Entwicklung einbezogen werden können, für Bürger ist er Hebel, um zielgerichtet auf die kommunale Verwaltung einzuwirken. Auch wenn, wie Gespräche in Hannover zeigten, es noch ein langer Weg ist, bis das Peak-Oil-Problem in den Verwaltungen und bei den Entscheidern ankommt und vorausschauend in die Stadtentwicklung einbezogen wird.

Mehr Infos:

What are regional currencies?

Unter dem Titel "Was ist Regiogeld?" schwirrt sein Anfang 2009 ein 10-Minuten-Video durchs Netz, welches allein bei SlideShare fast 5000 mal abgerufen wurde. Bei YouTube, Vimeo und anderen Videoportalen kommen nochmal einige tausend Abrufe dazu.

Dieses Video hat jetzt eine englischsprachige Schwester bekommen: "What are regional currencies?" Bei der Übersetzung haben Martin Schorcht und insbesondere Anna Reeves geholfen, eingesprochen hat es Niall Murphy und Sonorous hat es mit einem Audio-Logo verfeinert. Unterstützung kam von Monneta.

Das Video ist bei YouTube, Vimeo und natürlich SlideShare abrufbar. Enjoy!