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Was ist Regionalentwicklung?

„Nachhaltige Regionalentwicklung ist ein Konzept, mit dem langfristig die Lebensqualität in einer Region gesichert werden soll – unter Beachtung der Wirkungen, die die Lebens- und Wirtschaftsweise der Region auch für andere Regionen hat.[...] Nachhaltige Regionalentwicklung ist ein Prozess, an dem möglichst viele Akteure aus der Region beteiligt sind: die Produzenten und Verarbeitungsbetriebe von Nahrungsmitteln, der Handel; die Handwerker und kleinen Betriebe; die öffentliche Verwaltung und die Politik; die Verkehrsbetriebe; die Bürgerinnen und Bürger (jeden Alters) als Konsumenten und als Beteiligte an der Gestaltung der Region; die Bildungseinrichtungen: Schulen, Kindergärten und Einrichtungen für Erwachsene, die Universität; Verbände und Vereine.“
Prof. Dr. Ute Stoltenberg, Universität Lüneburg, Institut für Integrative Studien (Quelle)

Regionalentwicklung

Jedem Unternehmer ist klar: Sein Umsatz hängt nicht nur von der Anzahl seiner Kunden ab, sondern auch von der wirtschaftlichen Stärke seiner Kunden. Nur wenn es seinen Kunden wirtschaftlich gut geht, so sind sie in der Lage, bei ihm einzukaufen. Nur wenn es seinen Kunden langfristig wirtschaftlich gut geht, werden sie seine Kunden bleiben. Daraus läßt sich ableiten: Jeder Unternehmer hat ein Interesse daran, sein wirtschaftliches Umfeld zu fördern. Denn eine positive Entwicklung seines Umfeldes wirkt sich auch auf seine eigene wirtschaftliche Entwicklung aus.

Regionalentwicklung als "Umfeldentwicklung"

Regionalentwicklung kann in diesem Sinne auch als "Umfeldentwicklung" verstanden werden. Gelingt es die wirtschaftliche Position einzelner Unternehmen zu verbessern, so wirkt sich dies auch auf andere Unternehmen aus – zum Beispiel auf Unternehmen, die als Lieferanten agieren. Regionalentwicklung ist also stark verbunden mit dem Gedanken, daß Unternehmen nicht allein stehen, sondern daß jedes Unternehmen Teil eines größeren Netzwerkes ist. Dieses Netzwerk zu stärken – das ist das Ziel der Regionalentwicklung.

„Ein wichtiger Baustein der nachhaltigen Regionalentwicklung ist die Kommunikation und Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren.“
Robert Knippschild (Quelle)

Regionalentwicklung als Instrument der regionalen Wirtschaftspolitik

In den letzten Jahren ist Regionalentwicklung "in Mode" gekommen: Jede Region, deren Entscheider sich bewußt sind, wie wichtig die lokale Vernetzung ist, unterhält Institute, Organisationen und Unternehmen, die sich mit der Entwicklung der Region befassen. "Regionale Entwicklungskonzepte" sind die Pläne, die am Beginn solch einer regionalen Förderung steht und nach denen die Aktivitäten vorgenommen werden.

Werkzeuge der Regionalentwicklung:

„Regionalentwicklung ist eingebettet in ein Spannungsfeld von Politik (Arbeitsmarkt-, Raumplanungs-, Regional-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialpolitik), Verwaltung (Europäische Union (Wettbewerbsrecht – Beihilfen, Strukturfonds – Zielgebiete und Agrarpolitik), Staats- und Länderebene, Gemeinde) und regionalen Akteuren (Vereine, Kooperativen, Beratungsinstitutionen, Regionalmanagements etc.).“
Mag. Dr. Martin Heintel, Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien (Quelle)

Online-Literatur zum Thema:

Als wichtiges Werkzeug für die Regionalentwicklung zeichnen sich regionale Währungen ab.

Regionales Geld als Werkzeug zur Regionalentwicklung:

„Regionale Verrechnungssysteme stellen aufgrund der [...] mehrdimensionalen Wirkungsmöglichkeiten ein ideales Instrumentarium für die endogene Regionalentwicklung dar. “
Dipl. Geogr. Siglinde Bode (Potentiale regionaler Komplementärwährungen zur Förderung einer endogenen Regionalentwicklung (2005))

„Regionale Entwicklung meint: Wie entwickelt sich die Region? Was passiert, was verändert sich und wie können wir die Bedingungen vor Ort mitgestalten?“
Landjugend.info

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