Referent: Franz Galler
Zielgruppe: Kommunen, Regionalentwickler, regionale agierende Initiativen oder Verbände, Unternehmer, interessierte Endverbraucher
Die RegioSTAR-Genossenschaft entwickelte sich aus einem in 2002 gegründeten Verein für organisierte Nachbarschaftshilfe in Ainring im Berchtesgadener Land, der 2004 um das Regiogeld „Sterntaler“ ergänzt und 2007 in ein Genossenschaftsmodell umgewandelt wurde. Zielstellung der Unternehmung ist es, regionale Versorgungssicherheit in den Basisbereichen Nahrung, Energie, Mobilität, Wohnen und soziale Sicherungssysteme für die Genossenschaftler aufzubauen. Dazu fungiert die Agenda21-Genossenschaft als wirtschaftlicher Träger für bürgerschaftliche und selbstbetriebene Geschäftsbereiche wie einen Dorfladen, zwei Permakulturgarten-Projekte, das Regiogeld Sterntaler, Mikrokredite in Euro und Sterntaler und einen Genossenschafts-Kooperations-Ring (GKR). Der GKR ist eine Kombination aus einem privaten Tauschring, einem Unternehmer-Tauschring (Barterring) und allen Geschäftsbereichen von RegioSTAR eG. Als jüngstes Projekt ist der Bau einer PV-Anlage geplant.
RegioSTAR eG verzichtet absichtlich auf jegliche Förderung von außen und setzt ganz auf regionale Selbständigkeit und gelebtes Bürgerengagement anstatt auf staatliche und globale Abhängigkeit. Die Genossenschaft verfolgt mit konkreten Projekten und mit der Verwendung eigener komplementärer, d.h. den Euro ergänzender Regionalwährungen, den Weg zurück zum menschlichen Maß. Die mit regionalen Waren und Dienstleistungen gedeckten System können auch als doppelter Boden bei möglichen Währungsturbulenzen fungieren.
In diesem Vortrag werden neue regionale Wege aus einem Denkgefängnis „Geld“ und praktische Beispiele für einen anderen Umgang mit Geld aufgezeigt. Der Referent stellt Lösungsansätze vor, die auf Regionalität statt „Globalisierung“, auf Kooperation statt Konkurrenz und auf Nachhaltigkeit statt Wachstum und Umweltzerstörung setzen.
Der Vortrag skizziert den Aufbau der SozialGenossenschaft, welche Projekte angestoßen und betrieben werden und wie es gelingt, die Bürgerschaft mit einzubinden. Insbesondere wird auf die Wirksamkeit des Ansatzes auf die regionalen Wirtschaftsstrukturen eingegangen sowie das 3-stufige Verrechnungsmodell vorgestellt. Da sich das Modell zur Multiplikation in andere Kommunen und Regionen anbietet, werden Kooperationsmöglichkeiten mit der RegioSTAR eG beleuchtet.
Ablauf:
Die Dauer des Vortrags ist auf ca. 40 bis 60 Minuten angesetzt. Eine Vertiefung der angesprochenen Punkte kann in einer folgenden Diskussion bis zu 2 Stunden erfolgen. Als besonders erfolgreich hat sich herausgestellt, wenn im Anschluss an den Vortrag (oder am Folgetag) in einem Workshop den Teilnehmern eine sofortige Handlung ermöglicht wird.

Der Referent:
RegioSTAR-Vorstand Franz Galler ist gelernter Bankkaufmann und seit 35 Jahren im Bankwesen tätig. Heute ist er selbständiger und erfolgreicher Vermögensberater.
Informationsquellen:
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